Archive: Virales Marketing

Virales Marketing Beispiele

Was ist zu beachten bei Viralem Marketing mit Videos?

  • Das Video sollte generell nicht länger als etwa 2 Minuten sein
  • Das Video sollte den Zuschauer sofort am Anfang “einfangen” und keinen “langen” Vorspann haben
  • Die Werbebotschaft sollte deutlich formuliert sein und vom Betrachter auch mit dem Unternehmen / dem Produkt in Verbindung gebracht werden können

Video Virales Marketing - gutes Beispiel

Ein gutes Beispiel für Virales Marketing mit Video ist z.B. das der Jobbörse Spirofrog:

Es ist kurzweilig, lustig und die Werbebotschaft kommt rüber:

Mit der Jobbörse Spirofrog auf der Überholspur.

Video Virales Marketing - schlechtes Beispiel

Ein schlechtes Beispiel für Virales Marketing ist z.B. dieses Video von einer Agentur für Red Bull’s Kampagne Red Bull verleiht Flügel:

Es war zwar auch Sinn der Sache die Diskussion anzuregen, aber allein beim Ansehen des Videos kommt kein Bezug zu Red Bull oder deren Flug-Shows zustande. Allein die Diskussion in diversen Blogs über wie der Fake funktioniert (es ist ein ferngesteuertes Flugzeug und auch die Aufnahmen sind natürlich geschnitten) wirft zwar viel user-generated-content auf, eine Werbebotschaft kann aber kaum ein Betrachter daraus schließen.

Virales Marketing T-Mobile

T-Mobile hat bereits 2009 mit seinem Flashmob-Video sehr viel Aufmerksamkeit bekommen. Man könnte fast sagen, daß dieses Video der Durchbruch in Deutschland im Bereich Virales Marketing war - fast jeder Deutsche der regelmäßig im Web ist, kennt den Spot. Die Betrachter-Zahlen sprechen für sich.

T-Mobile Video 2009 Liverpool Street Station

11 Uhr morgens am 15. Januar 2009

Obwohl man denken könnte, daß das Video im Bereich Virales Marketing für T-Mobile selbst nicht mehr zu toppen wäre, hat es das Unternehmen geschafft in 2010 noch eins draufzulegen - ein Video ohne Instrumenteneinsatz:

T-Mobile Video 2010 Heathrow Terminal 5

27. Oktober 2010

Mit knapp über 3 Minuten liegt T-Mobile zwar generell um 50% über der empfohlenen Zeit für Virales Marketing, aber durch die Abwechslung im Spot wird einem dabei nicht langweilig. Man muß eben auch wissen wann welche Regeln zu brechen sind.

Virales Marketing - wie funktionierts?

Martin Ötting von der Europäischen Wirtschaftshochschule Berlin erklärt:

Virales Marketing hat das Ziel Mundpropaganda für Marken anzuregen, denn Mundpropaganda ist eins der wichtigsten Faktoren für den Geschäftserfolg.

  • “ansteckende” Produkte (Produkte die sich selbst verkaufen)
  • “ansteckende” Kommunikation (Virale Werbung)
  • “ansteckende” Beziehungspflege (Marken aktivieren Fans)

Virales Marketing bei T-Mobile

Man glaubt manches erst wenn man es sieht und so ging es mir als ich hörte, dass T-Mobile Virales Marketing gemacht hat. Mit einem Video-Spot jawoll!

Nun stellt sich vielleicht für manchen die Frage, was Virales Marketing ist, dazu nach dem Video gleich mehr.

Erstmal der Spot “T-Mobile-Dance” vom Londoner Bahnhof:

T-Mobile Dance

…übrigens mit 400 professionellen Tänzern…

Das Video hat mit knappen 3 Minuten auch die ideale Länge.

Genau so viel Zeit wird sich der Normal-Surfer für das Video nehmen, damit er es bis zum Ende ansieht und erst dann kann die Werbebotschaft rüberkommen.

Was ist “Virales Marketing”?

Virales Marketing soll sich wie eine “Lawine” ausbreiten, oft durch Mundpropaganda, im Internet auch durch die Blogs.

Der Begriff “viral” kommt dabei durchaus von “Virus”, also aus dem Bereich des “bakteriellen”. Also es soll sich sehr schnell ausbreiten - “Schneeballeffektartig”.

Denn was im Internet nicht innerhalb von wenigen Tagen oder wenigen Wochen durch das Netz läuft, ist eigentlich schon oft wieder tot bevor es richtig angefangen hat.

Virales Marketing nutzt das Vertrauen der Leute in die Botschaften von Bekannten und Freunden. Inzwischen wird echten Personen eben mehr vertraut als der Werbung.

Am Anfang steht immer eine Masse von einflussreichen Leuten. Es braucht zum Start etwa 100 bis 200 Leute und durch das Netz geht das dann sehr schnell.

Video Virales Marketing

Falls sich jetzt jemand fragt, wie er diese Marketing-Strategie seiner Werbe-Abteilung erklären soll, kann man sich bei diesem Video vom “Todesstern” gern ein paar Anregungen holen.

Und wer sich jetzt noch fragt, was T-Mobile mit dem Spot erreichen wollte, der sollte sich mal überlegen WIE er jetzt auf den Spot im Internet gestossen ist…